Der Fußball lebt auch nach 100 Jahren

Der Fußball lebt auch nach 100 Jahren

Verein 25.11.2019

SV Bockenem 2007 und 1919/08 feiern gemeinsames Fest

„Wer hätte vor Jahren gedacht, dass wir gemeinsam ein solches Fest auf die Beine stellen. Es ist gut so wie es heute ist“, stellte Rüdiger Weise, stellvertretender Vorsitzende des SV Bockenem 2007 in der Festrede am Samstagabend im Rahmen der Feier zu 100 Jahre Fußball in Bockenem fest und erhielt von den Anwesenden dafür viel Applaus. Nach großen Streitigkeiten in den Jahren nach 2007, als der „alte“ SV Bockenem 1919 in den 07er-Verein und den SV Bockenem 1919/08 zerbrach, ist das Verhältnis heute freundschaftlich. Und so konnte am vergangenen Wochenende gemeinsam ein tolles Fest gefeiert werden. Sport für Jung und Alt, Rückblick auf 100 Jahre Fußball in Bockenem und Party zum Abschluss – das Programm war durchaus abwechslungsreich. Weise dankte allen dafür Verantwortlichen, die über ihren Schatten gesprungen seien und das organisiert hatten.
Als Ehrengast von Seiten des Niedersächsischen Fußballverbandes war der Vizepräsident und hannoversche Bezirksvorsitzende August-Wilhelm Winsmann vor Ort. Er gratulierte im Namen des Verbandes und konnte sich anschließend auch persönlich bedanken: Als aktiver Schiedsrichter sei er vor gut 30 Jahren in Bockenem immer gut aufgenommen worden – auch bei Niederlagen der Heimmannschaft. „Das ist nicht selbstverständlich“, betonte er. Dass es in Bockenem seit 100 Jahren kontinuierlich Fußball gebe, sei ebenfalls nicht selbstverständlich. Zwar seien vor und nach dem Ersten Weltkrieg viele Vereine gegründet worden. „Doch in den allerwenigsten davon wurde damals schon Fußball gespielt. Das stellte schon eine Ausnahme dar“, sagte Winsmann.

Geschenke gab es von ihm und Marcin Kuczera vom Vorstand des Kreisverbandes anschließend auch: Ein Relief sowie 500 Euro vom Deutschen Fußball Bund, ein weiteres Relief vom Niedersächsischen Fußballverband und insgesamt zwölf Bälle. Im Vorfeld musste dafür nachgewiesen werden, dass tatsächlich 100 Jahre lang ohne Unterbrechung Fußballsport in Bockenem angeboten wurde.

Gruß- und Dankesworte gab es auch von Bürgermeister Rainer Block. Er war selbst 14 Jahre lang ehrenamtlich beim SV Bockenem tätig. „Fußball kann begeistern und starke Gefühle und Emotionen auslösen. Fußball verbindet und schafft unvergessliche Erlebnisse“, konnte er so aus eigener Erfahrung berichten. Dass der Fußball auch in Bockenem noch lebe, beweise das Fest bestens. Die Zukunft auch im Fußball liege in der Jugend und daher freue er sich, dass in Bockenem eine gute Jugendarbeit geleistet werde.
„100 Jahre Fußballsport in Bockenem, das ist schon etwas. Daher freue ich mich, hier die Grüße und Glückwünsche des Ortsrates überbringen zu können“, begann Ortsbürgermeisterin Christina Philipps ihr kurzes Grußwort, das mit der Erkentniss endete: „Früher sagten die Frauen am Wochenende ‘Mein Mann ist beim Fußball’. Die Zeiten sind lange vorbei, heute sind die Frauen genauso Fußballbegeistert.“ Der Fußball lebe in Bockenem, was durch das Fest bewiesen sei. Einige Anekdoten aus älteren Zeiten konnte Friedel „Sammy“ Drexler beisteuern, seines Zeichens mehr als 40 Jahre lang Jugendtrainer im SV Bockenem.
Nach den Grußworten konnte dann gefeiert werden. Im vollen Festzelt war die Stimmung bis zum Ende bestens. Lediglich nach dem Abschluss gab es einen kurzen, unschönen Moment, der den tollen Gesamteindruck aber nicht schmälern konnte.

Schon am Freitag fand zusammen mit der Grundschule Bockenem der Sepp-Herberger-Tag im Karl-Binder-Stadion teil. Die Jahrgänge zwei bis vier nahmen daran teil, die gerade neu eingeschulten Kinder waren noch in der Einführungswoche. Jahrgangsweise gab es drei unterschiedliche Teile: Ein Turnier mit zwei Mannschaften je Klasse, den DFB-Schnupperabzeichen, bestehend aus drei Stationen, sowie ein Quiz rund um den Fußball und Sepp Herberger.

Nachmittags und am Samstagmorgen fanden zwei Kuddel-Muddel-Turniere für die jüngeren und älteren Nachwuchskicker statt. Der Samstagnachmittag stand im Zeichen weiterer Spiele der Damen, Herren und Altherren. Mit dabei war auch eine Traditionsmannschaft ehemaliger Bockenemer Fußballer, die zum Großteil in den 1990er und Anfang der 2000er-Jahre für den SVB aktiv waren. Gerade zu diesen Spielen hatten sich die Verantwortlichen eine noch etwas größere Resonanz erhofft. Verdient hätten es die „alten recken“ bei noch einmal hochsommerlichen Temperaturen allemal gehabt. Eine Ausstellung im Vereinsheim des SV Bockenem 1919/08, gespickt mit vielen alten Berichten, Fotos und gewonnenen Pokalen rundete das insgesamt gelungene Wochenende ab.

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